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Armenian vowels correspond to the ancient signs of the planets and metals


Armenian vowels Ա, Ի, Ե, Ո, Է, Ւ (ՈՒ) և Ը correspond to the ancient signs of the planets which, in their turn, were associated with the well-known metals.

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Der Edelsteinbaum Armenische Maerchen. “Der Wunderbaum”


Der Hirtenknabe – ob er gerade der Sohn des armen Mannes war, den unser Herr Christus und Petrus gesegnet hatten, weiß ich nicht – erblickte eines Tages, als er die Schafe weidete, auf dem Felde einen Baum, der war so schön und groß, daß er lange Zeit voll Verwunderung dastand und ihn ansah. Aber die Lust trieb ihn hinzugehen und hinaufzusteigen; das wurde ihm auch sehr leicht, denn an dem Baume standen die Zweige hervor wie Sprossen an einer Leiter. Er zog seine Schuhe aus und stieg und stieg in einem fort neun Tage lang. Siehe da kam er nur einmal in ein weites Feld, da waren viele Paläste von lauter Kupfer, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit kupfernen Bäumen, und auf dem höchsten Baume saß ein kupferner Hahn; unter dem Baume war eine Quelle von flüssigem Kupfer, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse; sonst schien alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich.
Als der Knabe alles gesehen, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum, und weil seine Füße vom langen Steigen müde waren, wollte er sie in der Quelle erfrischen. Er tauchte sie ein, und wie er sie herauszog, so waren sie mit blankem Kupfer überzogen; er kehrte schnell zurück zum großen Baum; der reichte aber noch hoch in die Wolken, und kein Ende war zu sehen. “Da oben muß es noch schöner sein!” dachte er und stieg nun abermals neun Tage aufwärts, ohne daß er müde wurde, und siehe da kam er in ein offenes Feld, da waren auch viele Paläste, aber von lauter Silber, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit silbernen Bäumen, und auf dem höchsten Baum saß ein silberner Hahn; unter dem Baum war eine Quelle mit flüssigem Silber, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse, sonst lag alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich.

Als aber der Knabe alles gesehen hatte, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum und wollte sich aus der Quelle die Hände waschen; wie er sie aber herauszog, waren sie von blinkendem Silber überzogen. Er kehrte schnell zurück zum großen Baum, der reichte noch immer hoch in die Wolken, und es war noch kein Ende zu sehen. “Da oben muß es noch schöner sein!” dachte er und stieg abermals neun Tage aufwärts, und siehe da war er im Wipfel des Baumes, und es öffnete sich ein weites Feld; darauf standen lauter goldne Paläste, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit goldnen Bäumen, und auf dem höchsten Baum saß ein goldner Hahn; unter dem Hahn war eine Quelle mit flüssigem Golde, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse; sonst lag alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich. Als der Knabe alles gesehen hatte, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum, nahm seinen Hut ab, bückte sich über die Quelle und ließ seine Haare ins sprudelnde Gold hineinfallen. Als er sie aber herauszog, waren sie übergoldet. Er setzte seinen Hut auf, und wie er alles gesehen hatte, kehrte er zurück zum großen Baum und stieg nun in einem fort wieder hinunter und wurde gar nicht müde. Als er auf der Erde angelangt war, zog er seine Schuhe an und suchte seine Schafe; doch er sah von ihnen keine Spur. In weiter Feme aber erblickte er eine große Stadt; jetzt merkte er, daß er in einem andern Lande sei. Was war zu tun.
Er entschloß sich hineinzugehen und sich dort einen Dienst zu suchen. Zuvor jedoch versteckte er die drei Zweiglein in seinen Mantel, und aus dem Zipfel desselben machte er sich Handschuhe, um seine silberigen Hände zu verbergen.
Als er in der Stadt ankam, suchte der Koch des Königs gerade einen Küchenjungen und konnte keinen finden; indem kam ihm der Knabe zu Gesicht. Er fragte ihn, ob er um guten Lohn Dienste bei ihm nehmen wolle. Der Junge war das zufrieden unter einer Bedingung: er solle den Hut, den Mantel, die Handschuhe und die Stiefel nie ablegen müssen, denn er habe einen bösen Grind und müßte sich schämen. Das war dem Koch nicht ganz recht; allein weil er sonst niemanden bekommen konnte, mußte er einwilligen. Er gedachte bei sich: “Du kannst ihn ja immer nur in der Küche verwenden, daß niemand ihn sieht.” Das währte so eine Zeitlang. Der Junge war sehr fleißig und tat alle Geschäfte, die ihm der Koch auftrug, so pünktlich, daß ihn dieser sehr liebgewann. Da geschah es, daß wieder einmal Ritter und Grafen erschienen waren, die es unternehmen wollten, auf den Glasberg zu steigen, um der schönen Tochter des Königs, die oben saß, die Hand zu reichen und sie dadurch zu erwerben. Viele hatten es bisher vergebens versucht; sie waren alle noch weit vom Ziele ausgeglitscht und hatten zum Teil den Hals gebrochen. Der Küchenjunge bat den Koch, daß er ihm erlauben möchte, von ferne zuzusehen. Der Koch wollte es ihm nicht abschlagen, weil er so treu und fleißig war, und sagte nur: “Du sollst dich aber versteckt halten, daß man dich nicht sieht!” Das versprach der Junge und eilte in die Nähe des Glasberges.
Da standen schon die Ritter und Grafen in voller Rüstung mit Eisenschuhen, und sie fingen bald an, der Reihe nach hinaufzusteigen; allein keiner gelangte auch nur bis in die Mitte, sie stürzten alle herab, und manche blieben tot liegen. Nun dachte der Knabe bei sich: “Wie wäre es, wenn du auch versuchtest?” Er legte sogleich Hut und Mantel und Handschuhe ab, zog seine Stiefel aus und nahm den kupfernen Zweig in die Hand, und ehe ihn jemand bemerkt hatte, war er durch die Menge gedrungen und stand am Berge; die Ritter und Grafen wichen zurück und sahen und staunten; der Knabe aber schritt sogleich den Berg hinan ohne Furcht, und das Glas gab unter seinen Füßen nach wie Wachs und ließ ihn nicht ausgleiten. Als er nun oben war, reichte er der Königstochter demütig das kupferne Zweiglein, kehrte darauf sogleich um, stieg hinab, fest und sicher, und ehe sich’s die Menge versah, war er verschwunden.
Er eilte in sein Versteck, legte seine Sachen an und war schnell in der Küche. Bald kam auch der Koch und erzählte seinem Jungen die Wunderdinge von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen und den goldnen Haaren, und wie er den Glasberg erstiegen und ein kupfernes Zweiglein der Königstochter gereicht habe und wie er dann wieder verschwunden sei; dann fragte er den Jungen, ob er das auch gesehen habe. Der Junge sagte: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich ja selbst!” Aber der Koch lachte über den dummen Einfall und erwiderte im Scherz: “Na, da müßte ich dann ein großer Herr werden!”
Am andern Tage wollten es mehrere Ritter und Grafen wieder versuchen und versammelten sich vor dem Glasberg. Der Junge bat den Koch abermals, er möchte ihm erlauben, aus der Ferne zuzusehen. Der Koch konnte es ihm nicht abschlagen und sagte nur: “Du sollst dich aber versteckt halten, daß niemand dich sieht!” Das versprach der Junge und eilte an seinen gestrigen Platz. Die Ritter fingen an hinaufzusteigen, allein vergebens: sie stürzten alle herab, und mehrere blieben tot. Der Junge zögerte nicht länger und versuchte zum zweitenmal. Er hatte schnell seine Kleider abgelegt; er nahm das silberne Zweiglein und schritt, ehe man es merken konnte, woher er kam, durch die Menge, und alles wich vor ihm zurück, und er ging ruhig und sicher den Glasberg hinan, und das Glas gab nach wie Wachs und zeigte die Spuren, und wie er oben war, überreichte er demütig der Königstochter das Zweiglein; gerne hätte sie auch seine Hand gefaßt; er aber kehrte gleich zurück und schritt hinab und war in der Menge auf einmal verschwunden. Er warf seine Kleider um und eilte nach Hause. Bald kam auch der Koch und erzählte wieder von den Wunderdingen, von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen, den goldenen Haaren und wie er hinangestiegen, der Königstochter ein silbernes Zweiglein gereicht, wie er herabgekommen und verschwunden sei. Er fragte seinen Jungen, ob er das nicht gesehen.
Der Junge sagte: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich selbst!” Der Koch lachte wieder recht herzlich und sagte im Scherz; “Da müßte ich auch ein großer Herr werden!”
Am dritten Tage wollten es einige Ritter und Grafen noch einmal versuchen und versammelten sich vor dem Glasberg. Der Junge bat den Koch wieder, er möchte ihm erlauben, aus der Ferne zuzusehen. Der Koch wollte ihm’s nicht abschlagen und sagte nur; “Du sollst dich aber versteckt halten, daß niemand dich sieht!” Das versprach der Junge und eilte sogleich an seinen Platz. Die Ritter und Grafen versuchten’s, aber umsonst; sie stürzten alle herab, und mehrere blieben tot liegen. Der Knabe dachte: “Noch einmal willst du es auch versuchen; er warf seine Kleider von sich, nahm das goldene Zweiglein und eilte, noch ehe man’s merken konnte, woher er kam, durch die Menge bis zum Glasberg; alles wich vor ihm zurück. Da schritt er fest und sicher hinan, und das Glas gab nach wie Wachs und zeigte die Spuren, und als er oben war, überreichte er demütig das Goldzweiglein der Königstochter und bot ihr die rechte Hand; sie ergriff sie mit Freuden und wäre gern mit ihm den Berg hinabgestiegen. Der Junge aber machte sich frei und stieg allein hinunter und war wieder schnell unter der Menge verschwunden. Er legte seine Kleider an und eilte zurück an seinen Platz in die Küche.
Als der Koch nach Hause kam, erzählte er von den Wunderdingen, von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen, den goldnen Haaren und wie er zum drittenmal den Glasberg erstiegen, der Königstochter ein goldnes Zweiglein gereicht und ihr die Hand geboten habe, wie er aber allein wieder herabgestiegen und unter der Menge verschwunden sei; er fragte ihn, ob er das nicht gesehen hätte. Der Junge sagte wieder: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich selbst!” Der Koch lachte wieder über den dummen Einfall und sprach: “Da müßte ich auch ein großer Herr werden!”
Der König aber und die Königstochter waren sehr traurig, daß der schöne Junge nicht erscheinen wollte. Da ließ der König ein Gebot ausgehen, daß alle jungen Burschen aus seinem Reiche barfüßig und bloßhäuptig und ohne Handschuhe vor dem König der Reihe nach vorübergehen und sich zeigen sollten. Sie kamen und gingen, aber der rechte, nach dem man suchte, war nicht unter ihnen. Der König ließ darauf fragen, ob sonst kein Junge mehr im Reich wäre. Der Koch ging sofort zum König und sprach: “Herr, ich habe noch einen Küchenjungen bei mir, der mir treu und redlich dient; der ist es aber gewiß nicht, nach dem ihr sucht! Denn er hat einen bösen Grind, und er trat nur unter der Bedingung zu mir in den Dienst, daß er Handschuhe, Mantel, Hut und Stiefel nie ablegen dürfe.” Der König aber wollte sich überzeugen, und die Königstochter freute sich im stillen und dachte: “Ja, der könnte es sein!” Der Koch mußte dableiben; ein Diener brachte den Küchenjungen herein, der sah aber ganz schmutzig aus. Der König fragte: “Bist du es, der dreimal den Glasberg erstiegen hat?” – “Ja, das bin ich!” sprach der Junge, “und ich habe es auch meinem Herrn immer gesagt!” Der Koch fühlte bei diesen Worten den Boden nicht unter seinen Füßen, und die Rede blieb ihm eine Zeitlang stehen; endlich sagte er: “Aber wie kannst du hier so reden” Der König achtete indes nicht darauf, sondern sprach gleich zum Jungen: “Wohlan, entblöße dein Haupt, deine Hände und Füße!” Alsbald warf der Junge seine Kleider ab und stand da in voller Schönheit und reichte der Jungfrau die Hand, und sie drückte sie und war über die Maßen froh; es wurde die Hochzeit gefeiert, und nicht lange darauf übergab der König das Reich dem Jungen. “Glaubst du nun, daß ich es war, der dreimal den Glasberg erstiegen?” sprach der Junge zum Koch. “Was sollt’ ich denn glauben, wenn ich das nicht glaubte!” sprach der Koch und bat um Verzeihung. “Nun, so sollst du auch ein großer Herr werden, wie du hofftest, und über alle Köche im Reich die Aufsicht führen.”

Die junge Königin aber hätte gar zu gerne gewußt, woher ihr Gemahl die drei Zweiglein und die kupfernen Füße, die silbernen Hände und das goldige Haar habe. “Das will ich dir, mein Kind, nun sagen!” sprach der junge König eines Tages, “und du sollst auch selbst sehen, wie das zugegangen!” Er wollte mit ihr noch einmal auf den Wunderbaum steigen und die Herrlichkeit ihr zeigen; allein, als er an die Stätte kam, so war der Baum verschwunden, und kein Mensch hat weiter davon etwas gehört und gesehen.

Der Edelsteinbaum Armenische Maerchen. Vom Schlangenjüngling Odzamanuk und von Arewamanuk, auf den die Sonne zornig war


Es war einmal ein König, der hatte keine Kinder. Eines Tages jagte er in den Bergen und sah eine Schlange mit ihren Kindern in der Sonne spielen.
Sieh an, dachte der König, selbst die Schlange hat Kinder. Nur ich habe keine. Ich habe weder einen Sohn noch eine Tochter, nicht einmal ein Schlangenkind habe ich.
Doch als er heimkehrte, meldete man ihm: “Die Königin hat die einen Sohn geboren mit dem Kopf eines Menschen und dem Körper einer Schlange.”
Sie nannten den Königssohn Odzamanuk, was soviel heißt wie “Schlangenjüngling”. Doch womit sie das Schlangenkind auch fütterten, alles lehnte es ab und verlangte Menschenfleisch. Da erließ der König den Befehl, dem Schlangenjüngling jeden Tag ein junges Mädchen zum Mahl zu reichen.
Die Reihe kam auch an die Familie eines armen Bauern. Er hatte zwei Töchter: eine leibliche Tochter und eine Stieftochter. Da sprach er zu seiner Frau: “Wir werden deine Tochter in den Palast bringen.”
Doch die Stiefmutter wollte nichts davon hören. Sie tobte und setzte ihrem Mann arg zu und rüstete die Stieftochter für den Gang zum Schlangenjüngling. Das Mädchen weinte, der Vater weinte, aber was half´s, am nächsten Morgen mußte sie in den Palast. Sie legten sich schlafen, und das Mädchen hatte einen Traum, in dem ein Unbekannter zu ihr sprach: “Habe keine Angst, nimm einen Krug mit Milch mit, ein Messer und eine Ochsenhaut. Wenn du zu dem Schlangenjüngling Odzamanuk gehst, hülle dich in die Haut, zerschneide ihm die Schlangenhaut und wasche ihn mit Milch. Dann wirst du sehen, was passiert.”
Am nächsten Morgen erzählte das Mädchen seinem Vater den Traum.
Sie machten sich fertig und gingen in den Palast. Des Königs Diener ließen das Mädchen in den tiefen Keller hinab, in dem der Schlangenjüngling lebte. Er stürzte sich auf das Mädchen, doch er konnte die Ochsenhaut nicht sogleich durchbeißen. Das Mädchen aber ritzte ihm mit dem Messer die Haut auf und wusch ihn geschwind mit der Milch. Die Schlangenhaut find an zu bersten, vor Schreck wich das Mädchen zurück, fiel hin und schlug sich einen Schneidezahn aus.
Als sie wieder aufstand und sich umblickte, da stand vor ihr ein wunderschöner Jüngling mit geschwungenen schwarzen Augenbrauen. Der Vater des Mädchens spähte in den Keller und dachte: Sicherlich ist meine Tochter umgekommen. Doch was sah er? Die Tochter stand da und unterhielt sich seelenruhig mit einem wunderschönen Jüngling.
Da lief der Bauer zum König, erzählte, was er gesehen hatte. König und Königin freuten sich, und aus lauter Freude ließen sie zur Hochzeit aufspielen. Der Königssohn vermählte sich mit der Bauerstochter, die ihn von der Schlangengestalt erlöst hatte. Der Name Odzamanuk blieb zwar an dem Jüngling haften, doch darauf achtete niemand.
Lange hätten sie glücklich zusammengelebt, doch da brach ein Krieg aus, und Odzamanuk rüstete sich, sein Land zu verteidigen. Beim Abschied sprach er zur Königin: “Mütterchen, laßt meine Frau niemals weg, besonders nicht in ihr Vaterhaus.”
Die Stiefmutter unterdessen war zornerfüllt, daß sie nicht ihre eigene Tochter zu Odzamanuk geschickt hatte. Sie wütete, daß die Stieftochter im Königspalast war, und sann auf Böses. Kaum war Odzamanuk davongeritten, kam sie in den Palast und bat die Königin, die Tochter doch auf Besuch heimzulassen. Anfangs willigte die Königin nicht ein, doch dann ließ sie sie ziehen.
Zu Hause angekommen, suchte die Stiefmutter alle Wäsche zusammen, die im Hause war und sprach: “Gehen wir zum Fluß, meine Töchter, Wäsche waschen.”
Sie begaben sich zum Fluß, verteilten sich am Ufer und fingen an zu waschen. Da packte die Stiefmutter die Stieftochter und stieß sie in den Fluß, und der schelle Fluß trug sie geradewegs aufs offene Meer hinaus.
Die Stiefmutter zog ihrer Tochter die Kleider der Stieftochter an und schickte sie in den Palast. Die arme Stieftochter aber hielt sich an einem Brettchen fest und schwamm und schwamm, bis eine Welle sie auf ein unbewohntes Eiland warf. Sie kletterte ans Ufer, weinte bittere Tränen, beklagte ihr Schicksal und den geliebten Mann, den Königssohn Odzamanuk.
Sie flocht sich eine Decke aus Schilf, und als sie fertig war, wickelte sie sich darin ein und durchstreifte traurig die Insel. Lange schon war sie gegangen, da stieß die auf eine Hütte aus Schilf und Zweigen. Sie spähte hinein und traute ihren Augen nicht: Ein wunderschöner Recke schlief fest an einem Herd, in dem das Feuer erloschen war.
Er erwachte und fragte verwundert: “Wer bist du? Und wie bist du hierhergekommen?”
Da erzählte sie ihm ihre traurige Geschichte.
Und der Jüngling berichtete von seinem Schicksal: ” Ich bin der Sohn eines reichen Mannes. Ich lebte so in den Tag hinein, kannte keine Sorgen, ging spazieren und auf die Jagd und tat weder für mich noch für andere etwas n
Nützliches. Ich war derart verwöhnt, daß ich glaubte, die ganze Welt müsse mir dienen. Nun geschah es, daß ich an einem heißen sonnigen Tag umsonst zur Jagd auszog. Den ganzen Tag ritt ich über Berg und Tal und konnte kein Wild erlegen. Die Sonne blendete mich. Da dachte ich: Morgen früh will ich die Sonne erschießen, sie stört mich bei der Jagd. Kaum zeigte sich am nächsten Morgen der Sonnenball über den Bergen, da spannte ich den Bogen – und plötzlich übergoß Feuerröte den Himmel und blendete mich. Eine Feuerhand packte mich am Haar und warf mich hierher, auf diese unbewohnte Insel. Jetzt bin ich verflucht – ich kann das Sonnenlicht nicht ertragen und muß des Nachts aufsein und am Tage schlafen. Die Sonnenstrahlen wirken tödlich auf mich. Ich bin Arewamanuk, das Sonnenkind, wie ich zum Scherz genannt werde. Mein Schicksal ist bitter, aber ich habe es selbst verdient.”
Da sie das Schicksal nun mal beide auf diese unbewohnte Insel verschlagen hatte, kamen sie überein, als Mann und Frau zusammen zu leben.
Tagsüber arbeitete die Frau und bestellte das Feld, des Nachts ging der Mann auf die Jagd und holte Wasser aus einer Quelle.
Einige Zeit war vergangen, da wurde ihnen ein Sohn geboren, Arewamanuk sprach zu seiner Frau: ” Es ist unserem Kind nicht zuträglich, daß es auf dieser Insel aufwächst. Hier bekommt es keinen Menschen zu Gesicht und lernt auch nichts. In der Nacht will ich dich in einem Boot zu meinen Eltern bringen, und du sollst mit unserem Sohn bei ihnen leben.”
Arewamanuk schrieb seinen Eltern einen Brief: ” Ich schicke meine Frau mit unserem Sohn zu euch, ich aber darf mich bei Tageslicht nur in meiner Schilfhütte aufhalten, sonst muß ich sterben.”
Voller Freude nahmen Arewamanuks Eltern die Schwiegertochter mit dem Enkelkind bei sich auf.
Eines Tages vernahmen sie, wie die Stieftochter in der Dunkelheit das Kind in den Schlaf wiegte und sang: “Schlaf mein Söhnchen, schlafe ein, eiapopeia.”
Und eine Männerstimme wiederholte: “Eiapopeia.”
Verwundert fragten sich die Eltern, wer das sein mochte? Sie quälten die Schwiegertochter mit Fragen, und schließlich gestand sie: ” Das ist euer Sohn, er kommt des Nachts hierher geschwommen, um sein Söhnchen zu sehen. Nur dürft ihr ihn nicht in euer Haus bitten; bevor die Sonne aufgeht, muß er immer in seiner Schilfhütte sein, sonst trifft ihn der Tod.”
Die Alten warteten die Nacht ab. Sie schlichen in den Garten und sahen die Schwiegertochter auf und ab gehen und den Sohn auf den Armen wiegen. Plötzlich hörten sie, wie jemand die Schwiegertochter rief und sich ganz leise einen Weg durch die Bäume bahnte. Sie sahen genau hin und erkannten ihren Sohn. Sie umfaßten und umarmten ihn, küßten ihn und zogen ihn ins Haus.
“Rührt mich nicht an”, flehte Arewamanuk. ” Ich darf nicht ins Haus kommen, ich kann nicht bei euch bleiben, sonst muß ich sterben.”
Doch die Eltern glaubten ihm nicht, zogen ihn ins Haus, bewirteten ihn aufs beste und plauderten mit ihm. Arewamanuk aber vergaß alles, und mit dem ersten Sonnenstrahl fiel er auf die Erde nieder, und sein Atem stockte. Sein Lebenslicht brannte jedoch noch ganz, ganz schwach. Die Eltern brachen in Tränen aus und rauften sich die Haare, doch was half alles Jammern?
In der folgenden Nacht hatte Arewamanuks Mutter einen Traum. Ein Unbekannter erschien und sprach: “Erhebe dich schnell, ziehe Dir eiserne Schuhe an, nimm einen eisernen Stab und gehe gen Westen. Dort, wo deine Schuhe Löcher bekommen und der Stab zerbricht, wirst du das mittel finden, das deinen Sohn wiedererweckt.”
Da stand die Mutter auf, zog sich eiserne Schuhe an, nahm einen eisernen Stab und wanderte gen Westen. Lange war sie unterwegs, ein Jahr vielleicht oder zwei. Sie kam in das Land der weißen Menschen und dann in das Land der schwarzen Menschen, dann flogen nur noch Vögel umher, sprangen nur noch Tiere vorbei, und danach gab es gar nichts mehr und sie gelangte ans Ende der Welt. Dort stand ein wunderschöner Palast aus blauem Marmor. Als sie sich endlich dem Palast näherte, zersplitterte der Stab und ihre eisernen Schuhe bekamen Löcher. Sie durchschritt eine Ehrenpforte und gelangte in einen prächtigen Garten. Am Ende des Gartens erblickte sie wieder eine blaue Pforte und so ging sie durch zwölf Gärten und zwölf Pforten und kam in ein blaues Schlafgemach, wo genau tausend Sternlein still schlummerten. Auch war es ganz still. Plötzlich gewahrte sie einen goldenen Diwan, auf dem die Lichtkönigin Lujs saß, die Mutter Aregaks – des goldenen Sonnenstrahls. Die Lichtkönigin fragte sie: ” Warum bist du zu mir gekommen?” ” Ich bitte dich, meinem Sohn das Leben zurückzugeben”, entgegnete die Pilgerin und verneigte sich.
“Du hast einen schlechten Sohn großgezogen”, erwiderte die Königin Lujs. ” Du hast ihn verwöhnt. Daher ist er böse geworden und wollte Aregak, meinen Sohn töten.”
Arewamanuks Mutter senkte den Kopf, errötete vor Scham und sprach: ” Du hast recht, o Königin, aber er hat viel erduldet, und er hat sich geändert. Verzeihe ihm, schenke ihm das Leben zurück. Du bist doch auch eine Mutter, du mußt mich verstehen.”
“Soll es so sein.” Die gute Königin Lujs seufzte. ” Verstecke dich dort, hinter der Perlendecke. Gleich wird es auf der Erde Nacht werden, und Aregak – der Sonnenstrahl – kehrt heim. Er wird in dem Becken baden, und wenn er es verläßt, schöpfe daraus Wasser. Mit diesem Wasser wasche deinen Sohn. Dann erhält er sein Leben zurück.”
Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da erschien Aregak, der feuerglühende Sonnenstrahl, und tauchte in das Wasser. Als er wieder herausstieg, schöpfte Arewamanuks Mutter Wasser und machte sich mit dem Riesenlöffel voller Wasser auf den Heimweg. Daheim wusch sie Arewamanuk mit dem Sonnenwasser, er erhielt sein Leben zurück und der Fluch war von ihm genommen.
Die Kunde über das Wunder durcheilte alle Länder, auch Odzamanuk hörte davon, der aus dem Krieg zurückkehrte. Im Palast merkte er sofort, daß man seine Frau vertauscht hatte.
Da begab er sich zu Arewamanuks Mutter, um ihren Rat zu erbitten, ob sie ihm nicht in seinem Kummer helfen könne und ein Mittel wüßte, die Frau zu finden, ohne die er bis jetzt noch eine Schlange wäre.
Odzamanuk wurde freundlich aufgenommen, genötigt, Platz zu nehmen, und bewirtet. Er erzählte alles der Reihe nach und wie er an die Stelle kam, wo das Mädchen, das ihn gerettet hatte, zurückgewichen und sich einen Schneidezahn ausgeschlagen hatte, lächelte die Schwiegertochter und in ihrem Mund blitzte ein goldener Schneidezahn auf.
Da erkannte Odzamanuk seine geliebte Frau. Doch nun waren sie alle verwirrt und guter Rat war teuer.
Odzamanuk rief Arewamanuk zur Seite und sprach: ” Du bist nicht schuld, Arewamanuk, und ich bin es auch nicht. So hat sich nun mal alles gefügt. Laß uns das Schicksal prüfen. Geben wir der Frau gesalzenen Kebab, wir selbst nehmen aber ein Glas Wasser in die Hand, wen sie um das Wasser bittet, dem soll sie gehören.”
Sie bestiegen die Pferde und ritten aufs Feld. Die Frau mit dem Kind auf dem Arm folgte ihnen und rief: “Arewamanuk!”
Er stieg vom Pferd und wollte ihr das Wasser reichen, als sie schon “Odzamanuk!” rief.
Auch er stieg vom Pferd. Die Frau stand zwischen ihnen und sprach: ” Arewamanuk, da hast du deinen Sohn. Ich lasse ihn dir, ziehe ihn groß, doch ich gehe mit Odzamanuk, weil ich seine angetraute Frau bin.”

Drei Äpfel sind vom Himmel gefallen: einer für den Erzähler, einer für den Zuhörer und der dritte für den, der sich´s hinter die Ohren geschrieben hat.

Armenian Gamprs in “Zangi Zrangi”


Armenian myths and folklore praise the unrivaled courage, strength, beauty, wisdom, candor, loyalty and noble character of the Gampr. Such high esteem secured the Gampr a place in the pantheon of Armenian deities: Aralez, the canine deity, tended to the wounds of warriors in the battlefield by licking them and brought them back to life – a truly canine behaviour…  The Gampr enjoys a well-deserved and important role in the history and culture of Armenians.

Armenian Fairy Tale

A man and his wife had a boy and a girl: the boy has come of age, and the girl was still in a cradle. When the girl was only five months of age, strange things started happening in their house: when there was nobody home except the baby girl, they saw that many things were disappearing. There was no milk and matzoun (Armenian yougurt) in the pots, no bread left in the trough, and no oil in the jug, and many other things were not there. They thought that may be a burglar broke into the house, but the boy thought otherwise and kept it to himself.

Once when there was nobody home, the boy hid in a dark corner and what did he see? His baby sister got up, gulped up the food left at her side, rushed to the trough, saw that there was no bread in it but only the dough, fell upon it and wiped it up clean; then she rushed hither and thither, sniffed around, saw that there was nothing else to eat, quietly returned to her place and lied down as if she was an innocent child.

Mother went out to heat the tonir; when she returned to take the dough she saw that it was not there. The boy stepped out from his shelter, took his mother out, and told her what he saw with his own eyes.

The boy said, “You know better, you and your daughter. Do as you choose, but I cannot stay in this house any more. When she grows up, she will devour us all. She is a daemon, a dragon, and not a girl.”

Having said that, the boy left the house. He walked away a little bit, and sat down on the side of the road. He was hungry and had nothing to eat, but three dry apricots in his pocket, so he took them out and ate them and buried the stones in the ground. From these stones, there grew three apricot trees.

The name of the boy was Tatough. Tatough went to the wastelands to find a new world, but found no city and no village. Instead, he saw flock of sheep grazing in a meadow, and walked towards it. And he saw that there was no shepherd with the sheep. In the dusk, when the flock of sheep headed for their enclosure, Tatough went with them. When the sheep reached the enclosure, a man and a woman, both of them blind, came out of a cavern, milked their sheep by touch, took their daily share in a jug, crumbled some bread into it and started eating. Tatough cautiously approached the jug and started eating from it next to them. The blind did not know that they had a new companion, and although they were not fools, they did not say anything. And so it went on. And one day, the man said to his wife:

– Lo, woman, for several days, I remain hungry, the milk is the same as always, but I am not full any more.

And the woman said:

– Lo, man, I thought that you eat more than always, and that is why I stay hungry. Then both of us stay hungry. Can it so happen that there is someone else joining us for dinner?

– It is likely to be so. And there is something else I have noticed. So far, we herded the sheep home, but now they come by themselves. Perhaps, someone is herding them. You know what? When we sit down to dinner, I will cough and you immediately stretch your hand and I will do the same from the opposite side, and if there is someone sitting between us, we will see who it is.

At dinner in the evening the man and his wife got hold of our Tatough.

“Who are you?” they asked, “and why do you conceal yourself from us?”

Tatough said, “I am an alien who came to your place. Be my father and mother, and I will be your son, and I will herd your sheep and take care of you.”

“Very well,” they said, “It seems that the God has sent you to us. We did not have a child, so be our son.”

Next day, the father summoned Tatough and told him.

– Lo, son, when you take the sheep to grease, take them neither to the left and nor to the right, but take them just straight to the facing hill.

– Very well, said Tatough, but he did not take his father’s word. On the second day, he took the sheep to the leftside hill and saw a demons’ wedding. All fiends got together and were making a wedding with zurna and dhol. As they saw Tatough, they seized him and dragged him to their feast. They said, “You see, we are busy making a wedding, so you have to chop some wood for us.”

Tatough acceded and taking an axe started chopping a huge log. And as soon as he cracked the log by driving several wedges into it, he called all the fiends, “Come along, hurry up, I will show you a trick to make your wedding merrier.” All the fiends rushed forward, including the groom and the bride. “Come on, show us your trick!”

Tatough said, “Put your hands in this crack, and then I will show it to you.”

The fiends hurried to put their hands in the crack so that they could see the trick.

Tatough quickly removed the wedges and all fields started shrieking plaintively.

– Ooh, ooh, we are ruined, what has this man done? What kind of joke was it?

Tatough said, “This is just the beginning, wait until the joke starts.” “Tell me, was it you who took away my father’s and mother’s eyes, and where do you keep them?.. Until you give me their eyes back, you will not be saved.”

– Yes, yes, ouch, ouch, one fiend said, whose heart was breaking most with pain… “Here they are, under this bush, go take them and let us free.”

Tatough went and took the eyes and came back and asked them.

– I found them, but how should I put them back?

– Put the eyes in their eye-sockets and wipe them over with our bride’s veil, they will heal right away.

Tatough went and took the bride’s veil.

– And now set us free, whined the fiends.

– I could have, but who can tell that you will not take revenge and tear me to pieces? No, do not have vain hopes, there is no salvation for you, so mourn your doom.

The fiends’ wedding turned into mourning. Pleading and whining had no effect on Tatough, and what a fool he would have been if he set them free. Axe in his hands, our Tatough chopped away all their heads and cleaned the hill from the evil fiends.

In the evening, when he came home, he put the eyes of his parents in their eye-sockets, wiped them with the veil of the fiend bride, and they were immediately cured. They embraced Tatough and kissing him, did not know how to express their gratitude and their unbounded joy.

Inspired with this event, next day Tatough took the sheep to the rightside hill. As soon as he reached the top, he heard a loud howl. The sheep also heard it and retreated shivering. Tatough did not stop them, but decided to see what was the beast that was making the howl.

He followed the sound until he reached a cave where a strange beast sat howling. A lion, it was not a lion, if a tiger, it was not a tiger, if a boar, it was not a boar, but an awesome beast that looked more like a dog, but a tenfold size of it.

While Tatough, concealed behind a rock, was watching the beast, it had already noticed him.

– Lo, man, called the beast in a human voice, “I am about to bear and cannot move, come and help me and do not have fear, I will not hurt you.”

When the beast spoke in human voice, Tatough rejoiced and thought to himself, “That who speaks in human voice will have human kindness, so let me go and help her.” As soon as Tatough approached the beast, she said, “If I give birth to an even litter, I will devour you, and if to an odd litter, I will let you live.”

– You know better, said Tatough, “whatever will be, will be.”

The first cub that was born to the beast Tatough put in his shepherd sack, the same he did with the second one, and as the third came out, he saw that there were no more, and put it in front of the beast and said.

– Only this one was born, and was it worth so much groaning?

The beast was ashamed of its savageness. “Go,” she said. “I give you your life, and if you happen to bring your flock this way, you should not beware of me, I will do you no harm.”

Tatough took the newborn cubs whose eyes were still closed, and fed them with the sheep’s milk. The cubs grew up and became his most devoted dogs.

Tatough called one dog Zangi, and the other one – Zrangi. When he went somewhere, he took them with him, and when at home, he kept them on the leash.

Ten years passed or less, God knows. Tatough decided to go to his birthplace to see how his parents were doing. He told his mother and father about this decision of his, and they acceded hoping that he would be back soon. Tatough poured some milk in a plate, put it on the shelf and told his father and mother:

– Watch this milk; when you see that it changed the color and turned red or black, it means that I am in dire straits. Unleash Zangi and Zrangi so that they come and rescue me.

Tatough went and reached the three apricot trees that grew and became rather BIG trees. He sat down to rest a little bit, and then went to his birthplace.

What birthplace?.. There was no living soul, the village was straight, but there were no dwellers there. He aimed the horse straight to his house and saw his sister sitting at the hearth, and there was no one else. The sister stood up, embraced him and said:

– Welcome home, my brother, the sunshine of my eyes, where have you been, why were you so late to come back? This is what the sister said and hurried out of the house.

She saw the horse hitched, the sack on its back. She gulped up the sack, returned home and asked her brother:

– Dear brother, my soul, you came without a sack?

– Yes, answered Tatough and immediately understood that she gulped the sack.

The sister went out again, and ate one leg of the horse and came back asking:

– Dear brother, my soul, your horse came with three legs?

– Yes, answered Tatough.

The sister went out and ate away the second leg of the hose and came back asking:

– Dear brother, my soul, your horse came with two legs?…

– Yes, answered Tatough.

The sister hurried out again and ate away the third leg of the horse, came back and asked:

– Dear brother, your horse came with one leg?

– Yes, answered Tatough, whose heart started trembling: “After she devours the horse, she will eat me. What should I do, how should I escape?” he thought.

The sister went out for the fourth time, ate away the fourth leg of the horse and coming back asked:

– Dear brother, you came on foot?

– Yes, dear sister, I came on foot, and I will go on foot, but will you let me to?

– Oh, I would be blind, how can I let you go, I have gazed at the road waiting so long for you to come back and fill my heart with joy. You should be hungry, let me go and bring some bread for you to eat.

As soon as the sister went out, a cock came out from the corner of the house and said to Tatough:

– Lo, lad, your sister went to sharpen her teeth to come and eat you, you have to save your soul.

– How am I going to save my soul, I don’t know, said the lad.

The cock said, “Take your robe off, fill it with ashes and hang it beneath the ceiling, and you run away. She will come, rush to your robe, and her eyes will fill with ashes. While she cleans up her eyes, you will be gone far away.”

The lad followed the cock’s advice and escaped.

Tatough was already far away when he realised that the sister was catching up at him, and he hastened and reached the three apricot trees and climbed one of them.

The sister caught up, tried to climb the tree but could not. She started gnawing at the tree and gnawed so much that cut it clean. The cut tree fell on the second one, and the lad jumped to the top of that tree. The girl started gnawing at the second tree. She cut this one as well. Then she rushed to the third tree and started gnawing at it.

At this moment, Tatough’s father and mother looked at the milk that he had left and saw that it turned red. They immediately unleashed Zangi-Zrangi. The devoted beasts immediately took their master’s trail, followed his path and in huge leaps in a flash reached the spot where he was. The last tree was about to fall when they came. Tatough saw them and called them:

– Zangi-Zrangi, come on, eat her up so that just one drip of blood is left of her.

They devoured the girl so that just one drip of blood fell on a leaf.

As the lad descended from the tree, Zangi-Zrangi curled at his feet and whined to express their joy about deliverance of their master. Tatough patted their heads and expressed his gratefulness. Then he took the bloodstained leaf, put it in his bosom and set off.

They walked far and wide, and came across a caravan.

When the master of the caravan saw Tatough’s dogs, he liked them and thought to himself, “If these lion dogs were mine, I would have no fear of villains, if there were hundred villains (caravan robbers), these two would have taken care of them all.”

Then he turned to Tatough and said:

– Lo, lad, give these dogs to me. Ask for as many mules as you want, take them from the caravan with all their load.

– If you gave me your whole caravan, I would not exchange it for my dogs.

– Then you are richer with your two dogs than me with this huge caravan?

– It appears I am, answered Tatough, this huge caravan of yours will not save your life, and may even bring you death, since when the villains come, they will first take your life, and then your goods. My life is safe as long as I have them. If I want, I can take the whole caravan from you with their help, but I am not a villain to act this way.”

They passed a long way so talking, and then the master of the caravan said:

– Since you would not give me your dogs at any price, I will give you an easy riddle. If you guess it, then my caravan is yours, and if not, I take your dogs.

– I agree, said Tatough, give me your riddle.

– See this tumbler? If you guess of what it is made, the caravan is yours, and if you do not, then the dogs are mine.

– Very well, said Tatough, and started giving names of all the trees he knew, “corneal, pear, ash-tree,…” so he gave names of all the trees he knew, but all of them were wrong.

– Then I take the dogs, said the master of the caravan. Leash them and give them to me.

– Wait, let me think a little bit more, said Tatough, there is one tree that I know, it is on the tip of my tongue, but I cannot recall it like that, wait, I am sure it is the one.

At that point something started scratching and squeaking,

– bloody dogwood…, bloody dogwood…, the thing that was saying it was the blood drop at Tagough’s chest.

– I got it, I got it, exclaimed Tatough and grasping the tumbler, said, – It is the bloody dogwood!

– Yes, you got it, said the master of the caravan. You deserve having my caravan.

– I do not need all of your caravan, said Tatough. I am a simple shepherd, and not a tradesman. Give me one bag of clothes so that I can woo a girl for myself to marry, and this will be enough.

The master of the caravan chose the best clothes and all the jewelry and adornments that were needed for the groom, loaded it on a mule and gave to Tatough.

As Tatough drove away from the caravan, he felt something stirring in his bosom. He got his hands on it and took out a monstrous serpent. The drip of blood turned into a serpent that thrust out its head and was aiming at Tatough’s throat. Tatough shook away the serpent that was growing bigger and thicker ever moment until it turned into a dragon, and said to his dogs.

– Zangi-Zrangi, come on, eat her up, so that no drip of blood is left.

The dogs did so, and the dragon girl disappeared. Tatough reached home and brought with him the mule loaded with goods. He wooed a girl and married her.

They had their dreams fulfilled, and so would you.

Source: Gh. Aghayan, Works, Yerevan, 1979, p. 530
Translated by Christine Karapetyan

Snake is the totem of the Armenians


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For modern Armenians snake is a symbol of evil. But few people know that it was not like that in pagan times. Ancient Armenians worshiped snakes.

«According to a legend, each Armenian house had its invisible guardians. Snake brings  happiness at home, they were insculped on the doors, on pillars and furniture of houses. Women wore ornaments in the form of a snake because snake was also a symbol of fertility. Snake cult explains such geographical names as Odzun (Odz – in Armenian snake) Odzaberd (snake fortress), Odzi get (Snake river), Odzi Kaghak ( Snaketown) etc. Also an Armenian word Kapa had two meaning: snake skin and people clothes. Moreover, Armenians worshiped harmless Snake (Lord), calling him an Armenian – hay».

But everything was forgotten after Christianity. Ancient peoples had an ambiguous attitude to the snakes. For example: «Sumerian god of wisdom was “Haya ” in the form of a snake. And more interesting fact is that when Bedouins say “Haya” – they mean snake. It’s interesting to know whether modern Bedouins know that «Hay» means an Armenian? Of course not, but their ancient ancestors knew it. Then they were afraid of Armenians more than snakes today. Ceres wrote: “The Bedouins hate snakes as any other animals. They are afraid of them and always kill with a loud cry – haya, haya !!! “» (Arman Revazyan “Makaratc”)

Another interesting fact is that the Jews considered the Armenians Amaleks, their enemies. Most likely that is why Jews hated snakes the most of all. That is why in the Bible the snake was represented as an antipode of God, the enemy of all people.

According to the research done by Nvard Sureni

Out of Africa theory is debunked


Stone Age site challenges old archaeological assumptions about human technology

Local innovation rather than population expansion explains the appearance of new technologies in Eurasia more than 300,000 years ago

The analysis of artifacts from a 325,000-year-old site in Armenia shows that human technological innovation occurred intermittently throughout the Old World, rather than spreading from a single point of origin, as previously thought.

The study, published today in the journal Science, examines thousands of stone artifacts retrieved from Nor Geghi 1, a unique site preserved between two lava flows dated to 200,000–400,000 years ago. Layers of floodplain sediments and an ancient soil found between these lava flows contain the archaeological material. The dating of volcanic ash found within the sediments and detailed study of the sediments themselves allowed researchers to correlate the stone tools with a period between 325,000 and 335,000 years ago when the Earth’s climate was similar to today’s.

The stone tools provide early evidence for the simultaneous use of two distinct technologies: biface technology, commonly associated with hand axe production during the Lower Paleolithic, and Levallois technology, a stone tool production method typically attributed to the Middle Stone Age in Africa and the Middle Paleolithic in Eurasia. Traditionally, Archaeologists use the development of Levallois technology and the disappearance of biface technology to mark the transition from the Lower to the Middle Paleolithic roughly 300,000 years ago.

Archaeologists have argued that Levallois technology was invented in Africa and spread to Eurasia with expanding human populations, replacing local biface technologies in the process. This theory draws a link between populations and technologies and thus equates technological change with demographic change. The co-existence of the two technologies at Nor Geghi 1 provides the first clear evidence that local populations developed Levallois technology out of existing biface technology.

“The combination of these different technologies in one place suggests to us that, about 325,000 years ago, people at the site were innovative,” says Daniel Adler, associate professor of Anthropology at the University of Connecticut, and the study’s lead author. Moreover, the chemical analysis of several hundred obsidian artifacts shows that humans at the site utilized obsidian outcrops from as far away as 120 kilometers (approximately 75 miles), suggesting they must also have been capable of exploiting large, environmentally diverse territories.

The paper argues that biface and Levallois technology, while distinct in many regards, share a common pedigree. In biface technology, a mass of stone is shaped through the removal of flakes from two surfaces in order to produce a tool such as a hand axe. The flakes detached during the manufacture of a biface are treated as waste. In Levallois technology, a mass of stone is shaped through the removal of flakes in order to produce a convex surface from which flakes of predetermined size and shape are detached. The predetermined flakes produced through Levallois technology are the desired products. Archaeologists suggest that Levallois t echnology is optimal in terms of raw material use and that the predetermined flakes are relatively small and easy to carry. These were important issues for the highly mobile hunter-gatherers of the time.

It is the novel combination of the shaping and flaking systems that distinguishes Levallois from other technologies, and highlights its evolutionary relationship to biface technology. Based on comparisons of archaeological data from sites in Africa, the Middle East, and Europe, the study also demonstrates that this evolution was gradual and intermittent, and that it occurred independently within different human populations who shared a common technological ancestry, says Adler. In other words Levallois technology evolved out of pre-existing biface technology in different places at different times.

This conclusion challenges the view held by some Archaeologists that technological change resulted from population change during this period. “If I were to take all the artifacts from the site and show them to an archaeologist, they would immediately begin to categorize them into chronologically distinct groups,” Adler said. In reality, the artifacts found at Nor Geghi 1 reflect the technological flexibility and variability of a single population during a period of profound human behavioral and biological change. These results highlight the antiquity of the human capacity for innovation.

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This study is the first to present data from Nor Geghi 1, and the research conducted at the site is a collaboration between the University of Connecticut, Yerevan State University, and the Institute of Archaeology and Ethnography, Yerevan. Intellectual contributions to this research were made by and international team of collaborators from Armenia, the United Kingdom, Canada, Spain, Holland, Germany, Ireland, and the United States. Funding for this research was provided by the University of Connecticut (the Norian Armenian Programs Committee, the College of Liberal Arts and Science, the Office of Global Affairs, Study Abroad, and the CLAS Book Committee), the UK Natural Environment Research Council, the L.S.B. Leakey Foundation, the Irish Research Council, and the University of Winchester, UK.

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2014-09/uoc-sas091914.php

From Armenian Ang'(e)gh to the Egyptian ankh, Stone Mirrors and the Angel


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As I wrote in my previous article, Torq Ang'(e)gh  was a deity, the son of Ang'(e)gh and the Grandson of Hayk. Moreover, in historical Armenia there is a place (region) known as Ang'(e)gh,  named after the father of Torq. Their symbol was ang'(e)gh (a griffon vulture (with a very white head)) and they were called – Ang'(e)gh tohmi jarangnere, the heirs of the House of Vultures.  See more:

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